Messeinsatz am Nördlichsten Flughafen der EU

Mit Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius ist am Flughafen Ivalo in Finnland im Winter zu rechnen. Von hier aus startet Finnair täglich nach Helsinki. In den Wintermonaten ist in Ivalo Hochsaison. Wintersportler aus aller Welt kommen dann an diesen sonst sehr einsamen Ort.

 

Mit den Passagieren geht in der Regel auch Fracht und Sport-Equipment auf die Reise. Die Laweco Maschinen- und Apparatebau GmbH, führender Anbieter für hochwertige Hebesysteme mit Sitz in Espelkamp, testet in Ivalo ihren neuen Prototyp des elektrisch angetriebenen „Cargo Master CMLT – GREEN LINE“. Für den kommenden Winter wird das Frachtabfertigungsfahrzeug mit Scherenhubtisch vom Typ GREEN LINE mit einer Hublast von 3.700 kg und einer Hubhöhe von 3.600 mm dort für die Flugzeugbeladung im Dienst sein. Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sollen auch an einem Ort mit rauen Bedingungen wie in Ivalo durch eine einfache und vorausschauende Wartung und Instandhaltung sichergestellt werden. An Bord des Cargo Master befindet sich deshalb ein optiMEAS smartPRO System mit der Aufgabe relevante Fahrzeugdaten im 5-Minutentakt aufzuzeichnen. Laut Guido Weissbrich, Produktmanager der weltbekannten Traditionsmarke Cargo Master, fiel die Wahl auf den Datenlogger von optiMEAS, weil es „für den Anwendungsfall die optimale Performance“ bietet. „Ihr Gerät kann mehr als die der Wettbewerber.“ Und tatsächlich geht die Fähigkeit des smartPRO als vollwertiger, robuster Rechner mit der Möglichkeit zur Datenauswertung über das reine Sammeln von Daten hinaus – eine benutzerorientierte und preiswerte Kompaktlösung aus dem Hause optiMEAS.

Ausschlaggebend war der erweiterte Temperaturbereich

Vor allem Temperaturdaten, sowohl intern vom Steuergerät wie Hydrauliköl- und Motorentemperaturen, als auch extern im Verhältnis zu den teils extremen Außentemperaturen, sind von Interesse. Aber auch Betriebszeiten, die Positionsbestimmung und eventuelle Fehlercodes aus der Fahrzeugsteuerung werden kontinuierlich aufgezeichnet. Mit dem erweiterten Temperaturbereich von -40° bis +70 °, einem direkt angeschlossenem PT100-Sensor, 2 CAN-Schnittstellen, LTE Modem und GPS erfüllt das smartPRO als intelligentes Diagnosesystem exakt die Anforderungen dieser Anwendung. Der Einsatz sieht eine eigene Spannungsversorgung (DC/DC Wandler 80V/24V) für das smartPRO vor, um auch während der Batterieladung die Umgebungstemperaturen weiter aufzeichnen zu können. Das im Gerät integrierte LTE-Modem überträgt sämtliche Daten direkt zum optiMEAS eigenen Cloud-Server (www.opticloud.de). Hierüber können Analysen durchgeführt werden und Benachrichtigungen über mögliche Fehlerzustände erfolgen. Gleichzeitig stehen die Daten über das Web-Frontend oder über die PC-Software optiCONTROL zum Download und zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Eine bedienfreundliche Übersicht veranschaulicht die verschiedenen Temperaturausschläge und Ereignisse im Zusammenhang.

Voraussichtlich wird im Herbst ein weiteres Gerät der neuesten Generation des Cargo Master, mit einem smartPRO ausgestattet, zum Feldtest nach München gebracht. Laweco plant für die Zukunft die Aufzeichnung weiterer Fahrzeugdaten sowie die Kommunikation von Parameterwerten oder auch Remote-Updates der Steuergerätesoftware.


Das Gerät Dahinter: Unser smartPRO

 

Latenzfreie Übertragung von Feldbussen übers Internet

Um sprichwörtlich vom Schreibtisch aus auf die Steuerung der Maschine im Feld zugreifen und Parameter verändern zu können, hat optiMEAS im Rahmen einer Masterarbeit ein Patent angemeldet: für die latenzfreie Übertragung von Feldbussen übers Internet. Damit kann der Datenverkehr mittels Server vom Diagnosegerät direkt auf dem PC visualisiert werden. Ebenfalls möglich ist ein Zugriff über Smartphone oder Tablet, bis hin zum Update der gesamten Steuergerätesoftware.

Die besonderen Merkmale des smartPRO

Das smartPRO von optiMEAS zeichnet sich vor allem durch seine Robustheit aus. Temperaturen zwischen -40° bis +70° stellen kein Problem dar. Es ist ausfallsicher aufgrund von Watchdog und Power Controller. Auf diese Weise lassen sich sowohl die Software, als auch Teile der Hardware überwachen. Außerdem sind die Systeme so vorkonfiguriert, dass sie automatisch den Einstellungen entsprechend anlaufen, sobald sie eingeschaltet werden. Über das Mobilfunknetz sind jederzeit Firmware- oder Softwareupdates möglich und es garantiert gleichzeitig die Datensicherheit. Selbst wenn mal keine Verbindung besteht, werden die Daten aus dem Speicher abgearbeitet, sobald wieder eine Verbindung besteht.

Kundenspezifische Anwendungen

Beobachtet wird nur, was der Kunde freigibt. Auf die Steuerung einer Maschine kann nur zugegriffen werden, wenn der Schlüsselschalter im Schaltschrank betätigt wird. Der Kunde hat seine Daten und die mit dem Teleservice verbunden Funktionen in der Hand. Charakteristisch für optiMEAS Produkte ist neben der modularen Hardware auch das flexible App-Konzept. Zur Basissoftware kommt eine auf die spezielle Anwendung zugeschnittene App. „Dadurch können wir schnell und zielgerichtet auf Kundenwünsche reagieren und erzeugen damit robuste und pflegeleichte Anwendungen auf unseren Systemen“, so Burkhard Schranz.

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